Die drei Fragezeichen Wiki
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Die drei ??? und der Fluch des Rubins ist in Deutschland die 3. Buch- und die 5. Hörspielfolge der Die drei ???-Serie. Sie wurde von Robert Arthur geschrieben und erschien als Nummer 7 in den USA.


Inhalt

Klappentext

Alfred Hitchcock[1] und die drei Detektive haben es hier mit einem seltsamen Vermächtnis zu tun: Onkel Horatio August hat seinem Neffen etwas Wertvolles hinterlassen - aber was? Und vor allem wo?

Die jungen Kriminalisten Justus, Peter und Bob sehen sich hier mit viel zu vielen Gipsköpfen, geheimnisvollen Herren und dem Wort August in mindestens fünf Bedeutungen konfrontiert. Die Spuren führen sie auf die Fährte eines lange verschollenen Rubins von unschätzbarem Wert. Doch nicht nur die drei Detektive sind hinter dem wertvollen Edelstein her. Werden Justus, Bob und Peter das Rätsel um das "feurige Auge" rechtzeitig lösen?

Inhaltsangabe

Achtung spoiler.jpg Komm schon, Just, verrat uns die Lösung!
Dieser Abschnitt enthält Informationen über den Ausgang eines Falles oder noch nicht erschienene Fälle. Achtung,Spoiler!

Alfred Hitchcock/Albert Hitfield macht die drei Fragezeichen mit dem jungen Engländer August August, genannt Gus bekannt. Dieser hat von seinem verstorbenen Onkel Horatio August etwas Wertvolles geerbt. Allerdings weiß niemand, was das Erbe ist und wo es zu finden ist. Es gibt nur einen Rätseltext, der sich an Gus richtet. Die drei Detektive und Gus suchen den Anwalt des Onkels, Mr. Dwiggins auf. Sie finden diesen eingesperrt im Schrank als Opfer eines Überfalls vor. Er gibt an, dass ein Mann mit einem schwarzen Bart ihn überfallen und das Testament mit dem Rätseltext gestohlen habe. Stattdessen hat Dwiggins den Überfall nur vorgetäuscht. Der Mann ist in Wahrheit sein Neffe Hugo, der während die drei Fragezeichen und Gus in der Kanzlei sind, im Nebenraum lauscht. Dwiggins erzählt von Horatio August, dass dieser ein geheimnisvoller Mann gewesen sei. Er habe immer in Angst gelebt. Sein Vermögen hatte dieser in Indien, dem Orient und der Südsee gemacht, allerdings war am Ende gerade noch so viel Geld übrig, um die Schulden zu tilgen. Dwiggnis hatte seinen gesamten Besitz darunter 13 Gipsbüsten verkauft. Diese Büsten sind kurz zuvor von Onkel Titus auf den Schrottplatz gebracht worden, worauf Justus die Lösung einfällt: Eine der Büsten trägt den Namen Augustus von Polen, darin vermutet Justus einen wertvollen Rubin, das feurige Auge. Wieder auf dem Schrottplatz ist diese Figur neben einigen anderen allerdings schon verkauft.

Nun taucht Mr. Rhandur, ein Mann mit drei tätowierten Punkten auf der Stirn, auf. Gus hat ihn schon mal als Kind gesehen und Dwiggins sagte, dass Horatio August große Angst vor ihm gehabt hatte. Rhandur entpuppt sich als Angehöriger des Tempels der Gerechtigkeit in Indien. Er ist offensichtlich auf der Suche nach dem feurigen Auge und ahnt, dass die Büste von Augustus von Polen eine Rolle spielt. Er bedroht die Jungen mit seinem Stockdegen und verschwindet dann.

Einige Zeit später meldet sich die Käuferin der gesuchten Büste, um diese zu Reklamieren. Justus, Peter und Patrick fahren los, um sie abzuholen. Inzwischen taucht Hugo auf dem Schrottplatz auf. Er kauft bei Tante Mathilda alle Büsten, inklusive derer, die noch abgegeben werden. So gehört ihm auch die Augustus von Polen-Büste, als diese wieder zurück kommt. Justus will sie jedoch nicht hergeben, und bei dem anschließenden Gerangel fällt die Büste zu Boden, sie zerbricht, und ein Rubin kommt zum Vorschein. Hugo nimmt ihn und läuft damit weg. Etwa eine Stunde später kommt Mr. Rhandur zum Schrottplatz. Er hat den Rubin bei sich und zeigt, dass es nur eine Fälschung ist, außerdem ist Blut an seinem Stockdegen. Die vier Jungen sind erschreckt, da sie vermuten, dass er Hugo getötet hat. Er verlangt, dass sie das echte Feurige Auge finden und verschwindet wieder.

Bob hat von seinem Vater erfahren, dass der Monat August nach dem römischen Kaiser Octavian benannt sei. Da wird ihm klar, dass die Büste von Octavian die Richtige sein muss. Diesen suchen sie nun mit Hilfe der Telefonlawine.

Am nächsten Tag wartet Bob auf Rückrufe. Es meldet sich ein Mädchen namens Lisa, deren Mutter die Octavian-Büste gekauft hat. Bob und Patrick fahren zu ihr an den Rand von Hollywood, um sie zu holen. Sie werden aber von Hugo und Frank beschattet, die die Büste stehlen wollen, aber die Falsche erwischen.

Währenddessen sind Justus, Peter und Gus im Haus am Mittags-Canyon. Sie werden von Joe und Charlie überfallen. Sie verhören Justus, fesseln ihn und sperren die anderen beiden in den Keller. Nach einiger Zeit können sie sich befreien.

Auf dem Schrottplatz treffen sich alle vier wieder und öffnen die Büste, in der jedoch nur ein Zettel mit einem erneuten Hinweis ist.

Illustration von Harry Kane

Sie finden nach einiger Zeit heraus, dass Horatio August den Schatten eines Berges im Mittags-Canyon als Sonnenuhr dachte. Der Schatten zeigt zur Zeit von Gus Geburtsminute auf die Stelle im Rasen, an der das Feurige Auge vergraben ist. Sie fahren zum Haus, doch sie können nicht nach dem Stein suchen, da inzwischen Bautrupps mit der Arbeit begonnen haben. Deshalb steckt Justus nur eine Münze in den Rasen. Nachts gehen die vier nochmals hin und suchen die Münze mit einem Metallsuchgerät. Sie graben an der Stelle und finden den Rubin. Da taucht die Schwarzbartbande auf. Justus gibt ihnen nur den falschen Stein, um sich Zeit zu verschaffen. Dann fliehen die vier Jungen zum Schrottplatz. Dort wartet Mr. Rhandur auf sie. Er will den Stein stehlen, doch laut Überlieferung ist dies nicht erlaubt, der Stein würde wieder Unglück bringen. Rhandur sieht dies ein und kauft Gus das Feurige Auge ab. Von dem Geld gewährleistet er den drei Fragezeichen die Nutzung des Rolls-Royce für die Zukunft.

Die Gipsbüsten

Es heißt gleich zu Anfang, dass es dreizehn Darstellungen berühmter Männer sein, dennoch ist eine von ihnen eine Frau, und zwar Königin Victoria. Diese war einmal Kaiserin von Indien, ein Land, welches eine große Rolle in diesem Fall spielt.

Die Büsten sind:

Im späteren Verlauf des Buches wird allerdings Theodor Roosevelts Büste erwähnt, die jedoch nicht zu den bekannten dreizehn gehört.

Hörspiel

Produktion H. G. Francis, Heikedine Körting, Dr. Beurmann
Musik B. Brac / B. George
Länge 47 Minuten

Sprecher

Person Hörspielsprecher
Alfred Hitchcock Peter Pasetti
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Mathilda Jonas Karin Lieneweg
Patrick O'Ryan Wolfgang Kubach
August August Stephan Chreszinski
Mr. Dwiggins Joachim Wolff
Mr. Rhandur Gottfried Kramer
Joe Peter Buchholz
Lisa Logan Madeleine Stolze
Mrs. Logan Renate Pichler
Bauarbeiter Gernot Endemann

Tracks

  1. Ein Anruf für die Drei ???
  2. Zu Hilfe!
  3. Dreipunkt taucht auf
  4. Ein Herr mit schwarzem Schnurrbart
  5. Bob hat eine Erleuchtung
  6. Mädchenstimme am Telefon
  7. Des Rätsels Lösung
  8. Gebt mir das feurige Auge

Unterschiede in der Hörspielfassung

Der erste Überfall der Schwarzbartbande wird nur erzählt. Am Ende tauchen sie auch nicht auf, stattdessen ist Mr. Rhandur schon am Mittags-Canyon. Der Mann, der die Augustus-Büste fallen lässt, ist laut Booklet nicht Hugo sondern Joe.

Buchentstehung

Anfang der Kurzgeschichte

Der Fluch des Rubins ist das siebente Buch, das Robert Arthur für seine Serie schrieb. Nach Recherchen von Seth Smolinski basieren Teile der Handlung auf einer Kurzgeschichte, die Arthur bereits 1928 als 18jähriger geschrieben hatte: The Sphinx Speaks. Die im "Boys' Life Magazine" erschienene Geschichte handelt von einer Familie. Onkel Jaffry, der Seemann in der Familie, brachte von einer Handelsreise in den Orient einen bronzenen Briefbeschwerer, eine Miniaturnachbildung der ägyptischen Sphinx, mit zurück. Er gab ihn seinem Bruder zur sicheren Aufbewahrung und verschwand dann. Drei Jahre später wurde der alte Onkel Jaffry im Delirium nach Hause gebracht, im Griff eines tropischen Fiebers. In seinem Delirium schwärmte er von einem Vermögen an Juwelen und murmelte, dass sie jedem gehörten, der klug genug sei, sie zu finden. Seine letzten Worte deuteten darauf hin, dass ein kluger Mann sie finden würde, wenn er die Sphinx zum Sprechen brächte.... [2]

Der Nebencharakter Lisa Logan (im Original: Liz Logan) basiert auf Robert Arthurs Tochter Elizabeth Arthur.[3]

Trivia

  • Am Ende des Falles ermöglicht August August es den drei Detektiven, den Rolls-Royce (natürlich inklusive der Dienste von Morton) dauerhaft zu nutzen, da das dreißig tägige Fahrguthaben abgelaufen ist.
  • Im Hörspiel lässt Bob sich aus lauter Frust darüber, dass ihm die Octavian-Büste gestohlen wird, über Lisa Logan aus: "Ich musste ja unbedingt mit dieser blöden Kuh reden!" In dieser Hinsicht hat Bob im Umgang mit den Frauen später eindeutig dazugelernt...
  • Im deutschen Buch befindet sich ein Timeline-Fehler: Blacky tritt in einer Szene auf, obwohl er laut der deutschen Chronologie erst fünf Fälle später zu den drei ??? kommt. Dies wird damit erklärt, dass es sich hier bei nicht um den Beo Blackbeard handelt, sondern um einen gleichnamigen und zahmen Raben, der ihnen später entflogen ist (diese Erklärung wird auch in anderen Folgen angewandt).
  • Es ist Anfang August.

Fortsetzung

Die gesamte Geschichte von Horatio August, Rama Sidri Rhandur und dem Feurigen Auge erfährt der Leser im 200. Fall Feuriges Auge.

Original-Buchserie
6
Die Geisterinsel
7
Der Fluch des Rubins
8
Die silberne Spinne
Deutsche Buchserie
2
Die flüsternde Mumie
3
Der Fluch des Rubins
4
Der seltsame Wecker
Hörspiele
4
Die schwarze Katze
5
Der Fluch des Rubins
6
Der sprechende Totenkopf

Quellen

  1. In den Neuauflagen Albert Hitfield
  2. Post von "The Three Investigators Mystery Series - U.S. Editions Collector Site", 14. April 2021
  3. Amazing Relevations, Informationen von Elizabeth Arthur auf threeinvestigators.net
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