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Horst Frank bei Cluedo - Das Mörderspiel (1993)

Horst Bernhard Wilhelm Frank wurde am 28. Mai 1929 in Lübeck geboren und ist am 25. Mai 1999 in Heidelberg gestorben. Er war ein deutscher Theater- und Filmschauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher.

Leben

Da der Stiefvater überzeugter Nationalsozialist war, trat Frank in jungen Jahren der Flieger-HJ bei und diente kurzzeitig im Zweiten Weltkrieg, wo er und seine Kameraden jedoch durch die Briten als Halbstarke erkannt und nach Hause geschickt wurden. Bei seiner Familie in Ahrensburg bei Hamburg machte der junge Horst Frank eine kaufmännische Ausbildung, besuchte dann jedoch eine Schauspielschule, die er ohne Abschluss verlies, da dem Prüfer seine Stimme nicht gefiel.

In Lübeck erhielt er dennoch ein erstes Engagement, das er aufgrund der zu geringen Bezahlung bald aufgab und nach Bonn, in die damalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, zog, wo er am Theater spielte und als Sprecher beim WDR tätig war. Kurz darauf zog er zurück nach Lübeck. Neben Theaterengagements wurde Frank in der Folgezeit auch für Film und Fernsehen entdeckt, wo er jedoch stets auf Mörder, Diebe, Böswichte und Psychopathen besetzt wurde.

In den 50er Jahren wanderte Frank nach Afrika aus, wo er sich sozial engagierte, kehrte jedoch in die Bundesrepublik zurück als die Lage für die Weißen kritisch wurde.

Bei EUROPA und Heikedine Körting war er in der Folge ein willkommener Gast. 1979 erschien mit Die schwarze Katze die erste Folge der drei ??? mit Horst Frank als Kommissar Reynolds, eine Rolle, die Frank in acht weiteren Hörspielen bis einschließlich 1985 sprach. Nach Der Super-Wal übernahm Günther Flesch für die Folgen Der heimliche Hehler und Die Automarder die Rolle des Samuel Reynolds. Durch eine Zahn-OP, bei der Frank mehrere Zähne und Teile des Zahnfleischs entfernt wurden, war es ihm nicht möglich, den Kommissar zu sprechen. Ab Der höllische Werwolf übernahm Wolfgang Draeger. (Nach Die drei ??? und die Welt der Hörspiele)

In späteren Jahren blieb Horst Frank zwar schauspielerisch aktiv, EUROPA scheute sich aber den Schauspieler für wenige Sätze ins Studio zu bestellen (Wolfsgesicht), auch wegen seiner Gesundheit.

Horst Frank war mit Brigitte Kollecker (*1946) verheiratet.

Bei einem Kuraufenthalt in Heidelberg fiel der langjährige Raucher und Whiskey-Fan ins Koma und starb am 25. Mai 1999, wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag. Seine Frau ließ, auf dessen ausdrücklichen Wunsch die Geräte abstellen.

Auftritte als Reynolds

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